Der Schrank aus geölter Seekiefer und Esche bietet im Innern viel Platz und lässt sich beladen: Haken für Kleidungsstücke u. ä. befinden an der Front und seitlich. Unter und auf dem Schrank gibt es Stauraum. Die aussteifende Konstruktion ist sichtbar. Gebaut von den Schreinern Frischknecht & Schiess.

 

Foto: Ueli Frischknecht

Dauer- und Wechselausstellung

 

Inhaltliche und räumliche Neukonzeption inkl. Umbau des Gaiser Museum in Zusammenarbeit mit dem Kurator Ueli Vogt. Das Erdgeschoss wird neu für Anlässe und die Wechselausstellung genutzt. Ein gewebter Ortsplan als Bodenbelag führt in die (Bau-)Geschichte des Dorfes ein. Ein Bar- und Treppenmöbel verbindet die beiden Stockwerke und wird im 1. OG mit einem grossen Tisch ergänzt – hier wird künftig (mitten in der Ausstellung) geheiratet. Ein – gemeinsam mit dem Historiker Marcel Zünd erarbeiteter – Zeitstrahl (oder eher eine Zeittabelle) fasst die Dorfgeschichte zusammen. Die Räume gegen Süden und die Aussicht auf den Alpstein kriegen ein neues Gewicht: Die Durchgänge werden zur Fensterfront hin verlegt – die gemalte Landschaft und die Realität spiegeln sich dieser neuen Enfilade entlang. Die neuen Durchgänge verstecken sich nicht in der bestehenden Architektur, sondern legen einen Teil der historischen Strickwände und Struktur frei, die nach diversen Umbauten nicht mehr spürbar war – der ursprüngliche Charakter des Hauses wird sichtbar. Ein Teil der goldgerahmten Sammlung ist auf blauen Wänden ausgestellt, der grössere Teil wird in den Wandschränken gelagert und kann bei Führungen vermittelt werden. Die Schränke mit diversen Auszügen und Ablagen können aber auch offen z. B. für kleine Schwerpunktausstellungen genutzt werden oder auch zur Präsentation einer neuer Schenkung etc. Die Ausstellung ist beweglich und kann sich weiterentwickeln. Die Bodenbeläge wurden gemeinsam mit der Firma Tisca Tiara entwickelt. Die erste Wechselausstellung wurde von Rebekka Rey und Ueli Vogt kuratiert.

 

Foto: st. das

Redesign Vitrine – Prototyp

 

Die mittlerweile legendäre Tischvitrine der St.Galler Stiftsbibliothek wird mittelfristig ersetzt. Formal soll sich die neue Vitrine möglichst am Original anlehnen, funktional muss sie Neues können: Den heutigen konservatorischen Ansprüchen genügen, den Büchern mehr Platz geben, eine künstliche Beleuchtung integrieren und eventuell die ärgsten Temperaturschwankungen auffangen.

 

Foto: st. das

Textilmuseum St.Gallen

 

Im Jubiläumsjahr des Frauenstimmrechts in der Schweiz reiht sich das Textilmuseum mit der Ausstellung «Robes Politiques – Frauen Macht Mode» in ein landesweites Festprogramm ein. Die Ausstellung untersucht die Präsentation und Interpretation politischer weiblicher Macht seit dem 17. Jahrhundert anhand der Kleidung von berühmten und teilweise auch berüchtigten Politikerinnen. Die Szenografie nimmt die sechs thematischen Module auf und lässt (mal weniger, mal mehr) subtil fünf Bild- und Lebenswelten anklingen. Die Grafik kommt von Michael Schoch, der Trickfilm im Treppenhaus von Maja Gehrig.

 

Foto: Michael Schoch, st. das

Interaktive Stationen

 

Im neuen Betriebskonzept verzichtet die Filiale in Herisau auf den klassischen Schalterbetrieb und geht noch einen Schritt weiter. Vier interaktive Stationen im Eingangsbereich helfen den Berater*innen dabei, herauszufinden, was die Kund*innen wünschen. Eine Art Näh- oder Schmuckkiste und ebenfalls speziell angefertigte Objekte wiederum helfen im persönlichen Gespräch, das genossenschaftliche Modell näher zu bringen. Die Stationen, Objekte und internen Abläufe wurden in vielen Gesprächen gemeinsam ausgeheckt – es sind sich täglich im Einsatz befindende Werkzeuge entstanden, die sich durch die Interaktion und teils auch persönliche Interpretation weiter entwickeln; Design ist noch immer unsichtbar. Die Illustrationen sind von Nino Christen, die Architektur von Plan B Architekten.

 

Foto: Daniel Ammann