Appenzeller Volkskunde-Museum Stein

 

Nach wie vor gilt die kunsthistorische Aufmerksamkeit vor allem der Appenzeller Bauernmalerei. Die Holzschnitzerei gehört aber ebenso zu den bedeutenden Traditionen der bäuerlichen Kultur im Appenzell und Toggenburg. Die von der Kuratorin Nathalie Büsser organisierte Ausstellung will den Fokus verschieben und zeigt die grösste Ostschweizer Privatsammlung mit Senntümern (Alpaufzügen) und Art-Brut-Arbeiten.

 

Foto: st.das

Alles bleibt anders

 

Das Echo, die kleine Ausgabe der Appenzeller Kulturlandsgemeinde, schaute zurück und stellte viele Fragen. Fragen, die vor gut einem Jahr zusammengetragen wurden. Für die temporäre szenografische Signaletik (oder signaletische Szenografie) werden die Fragen in Szene gesetzt: Von Hand geschrieben an der Decke baumelnd oder mit Illustrationen ergänzt im Aussenraum. Zudem haben wir die grosse Mehrzweckhalle räumlich gegliedert und von der Spaziergang-Anmeldeliste bis zur Speisekarte und den Tischtüchern alles von Hand gezeichnet.

 

Foto: Ueli Steingruber

Sonderausstellung «Hautnah»

 

Die auf mindestens zwei Jahre ausgelegte Ausstellung schaut genau hin und sucht  kleine und unangenehme Tierchen auf: Kultur-, Bekämpfungs- und Lebensgeschichten von Bettwanze, Menschenfloh, Kopflaus, Zecke und Stechmücke werden im Dachstuhl des Schlosses mittels Trickfilmen, Artefakten, Modellen und Zeichnungen kurzweilig erzählt. Die Möbel haben etwas Tierhaftes, aber auch etwas Steriles. Die Vitrinen docken seitlich und oben an. Die Absperrung zum Schaulager des Museums ist durchscheinend und leicht und kann für die nächste Ausstellung übernommen, evtl. in Farbe und Material angepasst werden. Die Aufnahmen von Martin Oeggerli sind gross, flössen aber keine Furcht ein. Die Grafik kommt von TGG, die Illustrationen von Melanie Carolin Wigger.

 

Foto: st. das

Textilmuseum St.Gallen

 

Die skulpturale und multimediale Wanderausstellung beschreibt und vermittelt das Schaffen der japanischen Textildesignerin Sudō Reiko. Wir haben als Gestalter vor Ort den Aufbau koordiniert und begleitet, sowie Anpassungen an lokale Begebenheiten geplant und die grafischen Arbeiten koordiniert.

 

Foto: st. das

Punkte weisen den Weg. Mal tropfen sie von der Decke, mal hängen sie, wie ein Tuch gefaltet, über einem Drahtseil und an anderen Orte sind sie bojenhaft an Wänden befestigt. Die Tyografie und Piktogramme kommen von TGG, K+L Architekten haben das Haus erweitert und saniert.

 

Foto: Till Forrer