Die Signaletik des neuen Schulhauses in Weinfelden von Isler Gysel Architekten besteht hauptsächlich aus drei Elementen. Die Täfelis sind (sichtbar) mobil und wandern von Jahr zu Jahr mit der jeweiligen Klasse mit, da diese das Schulzimmer wechselt. Die Zweifarbigkeit verweist auf das Nord- oder auf das Südtreppenhaus, die violette Schrift verbindet die beiden Farbtöne. Grosse, aber zurückgenommene Pfeile weisen den Weg und bieten die Möglichkeit, Zeichnungen u. ä. in den Gängen aufzuhängen. Der Aufprallschutz ist prägnant und verspielt. In Zusammenarbeit mit dem Grafikbüro TGG.

 

Foto: Ladina Bischof

Klangschmiede Alt St.Johann – Ausstellungsergänzung 

 

Die bestehende Dauerausstellung wird mit 3 Themeninseln zum Thema Klang ergänzt. Eine Soundwand lädt einen an über einem Dutzend Stationen ein, das Wissen zu vertiefen: Wird der Klinkenstecker des Kopfhörers eingestöpselt, wird der Inhalt über eine Audiospur vermittelt – optisch ergnzt mittels Videos, Illustrationen, vibrierenden Membranen etc. An 3 Experimenten – geplant und umgsetzt von Alexia Sascha Müller – ist die Wirkung von Sound und Klang erfahrbar. Und im dritten Teil wird die heilende Wirkung von  Klang bearbeitet – hier kann man sich im Tisch einstöpseln, um mehr zu erfahren. Der Inhalt wurde von Bettina Mittelstrass und Christian Zehnder erarbeitet. Nebst der Ausstellungsarchitektur stammen ausnahmsweise auch Grafik und Illustraion vom studio DAS.

 

Foto: st.das

Propstei St.Peterzell

 

Inhaltlich und gestalterisch in Zusammenarbeit mit Patricia Holder, Christian Hörler und Angela Kuratli konzipiert und umgesetzt. Mit Arbeiten von Laura Locher, Monika Sennhauser und Thomas Stüssi.

 

Foto: st. das

Der Schrank aus geölter Seekiefer und Esche bietet im Innern viel Platz und lässt sich beladen: Haken für Kleidungsstücke u. ä. befinden an der Front und seitlich. Unter und auf dem Schrank gibt es Stauraum. Die aussteifende Konstruktion ist sichtbar. Gebaut von den Schreinern Frischknecht & Schiess.

 

Foto: Ueli Frischknecht

Dauer- und Wechselausstellung

 

Inhaltliche und räumliche Neukonzeption inkl. Umbau des Gaiser Museum in Zusammenarbeit mit dem Kurator Ueli Vogt. Das Erdgeschoss wird neu für Anlässe und die Wechselausstellung genutzt. Ein gewebter Ortsplan als Bodenbelag führt in die (Bau-)Geschichte des Dorfes ein. Ein Bar- und Treppenmöbel verbindet die beiden Stockwerke und wird im 1. OG mit einem grossen Tisch ergänzt – hier wird künftig (mitten in der Ausstellung) geheiratet. Ein – gemeinsam mit dem Historiker Marcel Zünd erarbeiteter – Zeitstrahl (oder eher eine Zeittabelle) fasst die Dorfgeschichte zusammen. Die Räume gegen Süden und die Aussicht auf den Alpstein kriegen ein neues Gewicht: Die Durchgänge werden zur Fensterfront hin verlegt – die gemalte Landschaft und die Realität spiegeln sich dieser neuen Enfilade entlang. Die neuen Durchgänge verstecken sich nicht in der bestehenden Architektur, sondern legen einen Teil der historischen Strickwände und Struktur frei, die nach diversen Umbauten nicht mehr spürbar war – der ursprüngliche Charakter des Hauses wird sichtbar. Ein Teil der goldgerahmten Sammlung ist auf blauen Wänden ausgestellt, der grössere Teil wird in den Wandschränken gelagert und kann bei Führungen vermittelt werden. Die Schränke mit diversen Auszügen und Ablagen können aber auch offen z. B. für kleine Schwerpunktausstellungen genutzt werden oder auch zur Präsentation einer neuer Schenkung etc. Die Ausstellung ist beweglich und kann sich weiterentwickeln. Die Bodenbeläge wurden gemeinsam mit der Firma Tisca Tiara entwickelt. Die erste Wechselausstellung wurde von Rebekka Rey und Ueli Vogt kuratiert.

 

Foto: st. das