Bibliothek in der Hauptpost

 

Neuerdings macht die Tour mit den «Schönsten Schweizer Bücher» in der St.Galler Publikumbibliothek halt. Zusätzlich werden auch die prämierten Bücher aus Deutschland und Österreich gezeigt. Drei hängende Möbel reagieren auf die Raumverhältnisse, gliedern die Inhalte und bieten die Möglichkeit, die Ausstellung mit weiterführenden Infos zu ergänzen. Die Ausstellungsgrafik kommt von TGG.

 

Fotos: st. das

Sitterwerk St.Gallen

 

Für jeden komplexeren handwerklichen Handgriff findet sich ein im Netz ein Video mit einer mehr oder weniger schlüssigen Anleitung. Diesem eigensinnigen Genre nimmt sich die Ausstellung im Sitterwerk an: Zehn Kunstschaffende und Institutionen (Michael Bodenmann, Eva Brugger, Digitale Werkstatt der Kunstgiesserei St. Gallen, Eisenbibliothek, Roman Gysin, Michael Marriott, Ralph Michel, Emanuel Signer und Seraina Winzeler, Susanne Triller und Christa Wyss) interpretieren je eine Anleitung in einer grossen gemeinsamen Projektion. Drei Videoarbeiten von Raphael Hefti, Camille Henrot und Elizabeth Price ergänzen das Feld und eine Sammlung von Anleitungsvideos erweitern längerfristig die Bibliothek des Sitterwerks. Die Szenografie – in Zusammenarbeit mit Lukas Brusch – ist ein einfacher textiler Eingriff, der die ikonografische Architektur des Sitterwerks für die Ausstellung unterbricht und den Blick auf neue Details und Ecken leitet. Die Ausstellungsgrafik stammt von Data-Orbit.

 

Foto: Katalin Deér

Ausstellungsraum St.Galler Kantonsbibliothek Vadiana,

8. Salon Hamburg (tbc)

 

Die britische Kunsthistorikerin Rachel Withers durchstöbert seit geraumer Zeit die Bibliothek von Roman Signer. Nach einer kleineren Ausstellung, collagiert sie nun einzelne fotografische und illustrative Trouvaillen aus dem Bestand zu einer extended version zusammen. Der gemeinsam mit Withers entwickelten Ausstellungsarchitektur stehen die Paravents des italienischen Designers Piero Fornasetti Pate: Dreizehn mit Türscharnieren verbundene beidseitig verglaste Rahmen ergeben ein langes Leporello oder eine Art auseinanderklappbaren Koffer. Die einzelnen Elemente können zu einer Linie, einem Kreis oder zu kleinen Gruppen formiert werden. Die gesamte Ausstellung findet bequem in einem grösseren Auto Platz. Die Bestandteile der Collage wurden teils vor Ort zu einem Ganzen zusammengepinnt.

 

Fotos: Michael Bodenmann

Hof und Garten

 

Der Innenhof des Naturmseum Thurgau wird während der Öffnungszeiten neu fürs Publikum geöffnet und ergänzt den kuratierten Museumsgarten. Für den Gärtner entwickelten wir einen Arbeitstisch, der auch als Marktstand verwendet wird, falls Gemüse übrig ist und verschenkt wird. Die Beine des Tischs mit dem Eichenblatt und rohen Chromstahlgestell können eingeklappt werden. Das asymmetrische Dach ist gesteckt und kann für die Lagerung in den Wintermonaten ohne Werkzeug komplett auseinedergenommen werden. Eine Bank aus Bollinger Sandstein und mit dampfgebogenem Lärchenrost fasst den Raum unter dem Feigenbaum und schlägt eine Brücke zum alten Brunnen – sie bietet zudem einen lauschigen Platz bei gleissendem Sonnenlicht. Für den teils thematisch bepflanzten Garten (im Sommer 2020 ist das Thema: Bier) wurde ein einfaches Beschriftungssystem gestaltet, das unterschiedliche Informationshierarchien berücksichtigt und ermöglicht.

 

Foto: st. das

Textilmuseum St.Gallen

 

Die Sammlungsausstellung wirft einen handfesten Blick auf das Material aus dem Mode gemacht wird. Die drei Räume im 2. Obergeschoss des Palazzo Rosso werden zu einer kleinen Fabrik: In den beiden Flügeln widmen sich die an Maschinenstrassen angelehnten Möbel modischen Beispielen aus Natur- und Kunstfasern. In der Mitte ist als eine Art Produdktionslabor das Faserkabinett platziert, wo anhand einer umfassenden haptischen Mustersammlung die Produktionsprozesse erklärt und ausprobiert werden können. Geklammert wird das Ganze von ökologischen Grundinfos und nachhaltigen Ideen für die Zukunft. Alle Möbel können komplett demontiert und verstaut werden; sie sollen auch für künftige Ausstellungen nutzbar sein. Die grossen Vitrinen sind ebenfalls komplett demontierbar und bieten Möglichkeiten für spätere Nutzungen: auswechselbare Decke und Boden, Raster für Tablare, Aufhängemöglichkeiten und Palett-Trolley-Kompatibilität. Ergänzend zum Ausstellungsmobilair wurden in Zusammenarbeit mit Beat Künzler eine Web- und Strickstation entworfen und produziert. Die Ausstellungs- und Kommunikationsgrafik kommt von Michael Schoch.

 

Fotos: st. das